| Aktuelle Medienmitteilung vom 13.01.2010 |
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Richtplan und Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung
Gewerbeverband gegen Speckgürtel
AGV. Der Vorstand des Aargauischen Gewerbeverbands lehnt die vom Regierungsrat vorgeschlagenen Richtplananpassungen in den Bereichen Verkehr und Siedlung ab. Diese gehen von ungleichen Entwicklungschancen der einzelnen Regionen im Aargau aus. So sollen insbesondere die Agglomerationen Baden-Aarau-Olten-Zofingen gefördert und die übrigen Regionen in ihren künftigen Entwicklungen beschränkt werden. Der AGV-Vorstand lehnt diese einseitige „Speckgürtel-Strate-gie“ ab. Der Aargau ist der Kanton der Regionen. Er kann nie mit den grössern Zentren Zürich, Bern, Basel und Luzern konkurrenzieren. Seine Stärke ist die Vielfalt seiner Regionen. Aus der Sicht der gewerblichen kleinen und mittlern Unternehmen ist es nicht annehmbar, dass im gleichen Kanton unterschiedliche Entwicklungs- und Ausbaumöglichkeiten bestehen. Gegen diese diskriminierenden Ungleichheiten setzt sich der AGV-Vorstand zur Wehr!
Einseitige Bevorzugung des öffentlichen Verkehrs
Im Weitern ist zu bemängeln, dass die vorgeschlagenen Richtplananpassungen einseitig den öffentlichen Verkehr zu Lasten des Individualverkehrs bevorzugen. Die Wirtschaft des Kantons Aargau kann mit einseitigen Prioritäten beim öffentlichen Verkehr nicht weiter wachsen. Sie ist auf einen flüssigen Individualverkehr angewiesen, um ihre Produkte und Dienstleistungen rechtzeitig und kostengünstig anbieten zu können. Der AGV-Vorstand wendet sich dagegen, dass unter dem zeitlichen Druck des Bundes sowohl staatspolitisch als auch wirtschaftlich falsche Raumentwicklungsmassnahmen beschlossen werden müssen. Das Richtplananpassungspaket zur Umsetzung der Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung ist dem Grossen Rat in einer Form zu unterbreiten, welche die gleichmässige Entwicklung aller Regionen des Aargaus nicht behindert.
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